Author Archiv: Julius Schneider

Iris Bothe: „Der Kontakt zu Ehrenamtlichen ist mir besonders wichtig.“ – Runder Tisch Ehrenamt

WOLFSBURG. Ehrenamtliche Arbeit ist ein wichtiger Pfeiler unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, der unter den notwendigen Maßnahmen der Corona-Pandemie stark gelitten hat. Vereine und Verbände können noch immer keine regelmäßigen Treffen und Veranstaltungen organisieren und das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt. Dass die ehrenamtliche Arbeit nach der Pandemie wieder an Fahrt aufnehmen muss – darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Runden Tisches Ehrenamt“ einig. Zu dem Online-Treffen hatte der Fraktionsvorstand der SPD-Ratsfraktion eingeladen. Unterstützt wurden der Vorsitzender Hans-Georg Bachmann und seine Stellvertreterin Immacolata Glosemeyer von Dezernent Andreas Bauer (Finanzen, Bürgerdienste, Brand- und Katastrophenschutz) sowie den Dezernentinnen Monika Müller (Soziales, Gesundheit, Klinikum und Sport) sowie Iris Bothe (Jugend, Bildung und Integration).

„Das Thema Ehrenamt ist besonders wichtig für eine Stadtgesellschaft, deshalb freuen wir uns, dass Sie so viel von ihrer Zeit für die Gemeinschaft einsetzen“, begrüßte Bachmann die gut 30 Gäste und ergänzte: „Es ist beeindruckend, was in den vergangenen zwölf Monaten auch im Zuge von Covd-19 an Engagement in Wolfsburg geleistet aber auch neu ins Leben gerufen wurde. Ich denke da beispielsweise die Aktion Wir helfen!

In der anschließenden offenen Gesprächsrunde meldeten sich zahlreiche Ehrenamtliche aus Wolfsburger Verbänden und Vereinen zu Wort. In einer konstruktiven Diskussion wurden Sorgen adressiert und Lösungswege aufgezeigt. Ein Vertreter der der Flüchtlingshilfe brachte beispielsweise das Thema „Schwimmkurse“ zur Sprache. Eine lebenswichtige Arbeit, die zum Großteil ehrenamtlich geleistet wird und während der Pandemie nicht stattfinden konnte. Als Reaktion hierauf bot Dezernentin Iris Bothe an, in Kooperation der Geschäftsbereiche Schule und Sport einen „Runden Tisch Schwimmen“ anzuregen. Der Vorschlag wurde sogleich von einem Vertreter der DLRG unterstützt. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen. Bothe: „Wir müssen verhindern, dass es eine Generation von Nichtschwimmern gibt. Im Austausch untereinander finden wir sicher eine schnelle und effektive Lösung.“

Auch aus dem Bereich der Jugendarbeit gab es engagierte Beiträge zur Diskussion. Beispielsweise zum Thema „Versammlungsräume“. Für viele Gruppen sind diese in der Pandemie-Situation angemessener Größe kaum zugänglich. Iris Bothe: „Grundsätzlich halte ich die Vernetzung der Ehrenamtlichen untereinander immer für eine gute Idee. Der Stadtjugendring stellt seinen Mitgliedsverbänden zum Beispiel die Räumlichkeiten im Haus der Jugend für wenig Geld und teilweise sogar kostenlos zur Verfügung. Ich könnte mir etwas Vergleichbares auch in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Bürgerengagement vorstellen und werde das mit den Kolleginnen und Kollegen besprechen.“

Insgesamt ziehen sowohl SPD-Fraktionsvorstand, als auch die Dezernent*innen ein positives Fazit. „Der „Runde Tisch Ehrenamt“ hat uns einen guten und persönlichen Einblick in die aktuelle Situation der Ehrenamtlichen gegeben. Vom Bereich Sport bis zur sozialen Arbeit. Wir haben viele Anregungen mitnehmen können und dafür bin ich sehr dankbar,“ so Iris Bothe. Fraktionsvorsitzender Bachmann ergänzt: „Das Format werden wir auf jeden Fall beibehalten. Bis dahin werden wir hoffentlich schon wieder viel Positives bewegt haben!“

15.03 Telefonsprechstunde mit Iris Bothe

WOLFSBURG. Iris Bothe, die parteilose Oberbürgermeisterkandidatin der SPD und mit Unterstützung der FDP, möchte auch in Zeiten der Eingeschränkten persönlichen Begegnungen stets ansprechbar für Bürgerinnen und Bürger sein. Aus diesem Grund startet am Montag, den 15.03.2021, von 18.00 bis 20.00 Uhr ihre regelmäßige Telefonsprechstunde, die sogenannten „Küchengespräche“.

„Die Nähe zu Bürgerinnen und Bürgern ist mir sehr wichtig, denn sie sind die Expertinnen und Experten ihrer direkten Umgebung und können mir am besten Vermitteln „wo der Schuh drückt“, was gut läuft und was besser laufen könnte,“ so Bothe.

Wer direkt mit der Oberbürgermeisterkandidatin ins Gespräch kommen möchte, kann sie am 15.03., zwischen 18.00 und 20.00 Uhr, unter der Telefonnummer 05361 15175 erreichen. Weitere Termine folgen und sind bereits jetzt unter www.irisbothe.de einzusehen und vorzumerken.

Iris-Bothe.de ab sofort online

WOLFSBURG. Auf den Tag genau sechs Monate vor der Oberbürgermeisterwahl am 12. September 2021 geht Iris Bothe online. Die parteilose Oberbürgermeisterkandidatin von und für Wolfsburg – unterstützt von SPD und FDP – hat jetzt ihren Internet-Auftritt freigeschaltet. Unter www.irisbothe.de erhalten Bürgerinnen und Bürger Einblicke in Persönliches und Politisches der Kandidatin.

Ein Highlight für Website-Besucherinnen und Besucher: Eine Stadtkarte mit Stationen aus dem Berufs- und Privatleben von Iris Bothe, der derzeitigen Stadtdezernentin für Jugend, Bildung und Integration. Hinter jeder Station verbirgt sich eine Geschichte, erzählt von Weggefährtinnen und Weggefährten Bothes. Unter anderem melden sich die Ehrenbürger Dr. Udo-Willi Kögler und Rocco Artale sowie die erste Oberbürgermeisterin der Stadt, Ingrid Eckel, und die langjährige Bürgermeisterin Hiltrud Jeworrek zu Wort. Eines verbindet alle Statements: Es geht um persönliche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Bothe aus den unterschiedlichsten Bereichen der Stadtgesellschaft.

Geleistete Arbeit, erfolgreich umgesetzte Projekte und Visionen der Bewerberin um das Oberbürgermeisteramt werden ebenfalls aufgezeigt. Es gibt Informationen über eine Frau, die Wolfsburg sprichwörtlich wie ihre Westentasche kennt. Und die im Falle ihrer Wahl, nach eigener Aussage, „eine Oberbürgermeisterin für alle in der Stadt, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, sein will.

Townhallmeeting „Perspektiven der Innenstädte“

„Nicht erst seit der Corona-Pandemie leiden Deutschlands Innenstädte zusehends an einem Bedeutungsverlust in ökonomischer, sozialer, funktionaler und politischer Hinsicht.“ Darauf hat der Deutsche Städtetag in einer Verlautbarung hingewiesen.

Iris Bothe, die parteilose Oberbürgermeisterkandidatin, die von den Sozialdemokraten unterstützt wird, will es nicht bei dieser Erkenntnis belassen. Deshalb hat sie das Thema auf die Tagesordnung ihrer digitalen Dialogveranstaltung „Townhallmeeting“ gesetzt. Am Mittwoch ging ein solcher Gedankenaustausch zum zweiten Mal über die Bühne, eingeleitet von einem profunden Kenner der Stadtplanung. Der Hamburger Professor Thomas Krüger lieferte eine Analyse der derzeitigen Situation. Der Titel seines Referats lautete: „Instrumente und Prozess -Zwischen Planung, Politik und Beteiligung – Am Beispiel der Folgen der Corona-Krise für die Innenstädte.“ Der Wissenschaftler zeigte strategische Handlungsansätze auf, damit Innenstädte wieder werden können, was sie waren: Zentren des Einkaufens, der Begegnung und der Kommunikation. Oder, wie es Bildungsdezernentin Iris Bothe mit Blick auf Wolfsburg ausdrückte: „Wir müssen neu denken, uns ins Zeug legen und eine gehörige Dosis Kreativität investieren. Mein Ziel ist die Wiederbelebung des innerstädtischen Gefühls. Denn dies ist der Motor für die Entwicklung eines echten Stadtzentrums. Ich stelle mir unser Zentrum wie einen echten Marktplatz vor, wo Nachbarn beim Einkaufen Kochtipps austauschen, Kinder Abenteuer erleben, Freunde über ihre Sorgen und Hoffnungen sprechen, Geschäftsleute innovative Produkte präsentieren, Künstler*innen Aktionen starten und die ganze Stadt lebhaft über die Themen der Zeit diskutiert. Schon lange wissen wir, wie notwendig eine Modernisierung und Belebung unserer Innenstadt ist.“

Denkanstöße und Impulse, wie das Ziel zu erreichen sei, wurden am Mittwochabend in 4 Arbeitsgruppen gesetzt. Deren Themen lauteten: Wie kann man die Porschestraße kurzfristig in ein Wohnzimmer, in einen Marktplatz mit Kunst, Kultur und Aktionen verwandeln? Können in Wolfsburg, wie in anderen Städten schon passiert, Freiflächen zu Begegnungsflächen werden? Zum Beispiel zu Freiluft-Cafés am Südkopf und am Hollerplatz. Die dritte Gruppe beriet sich, welche kommunalen Bedingungen kurz- und mittelfristig zu schaffen wären, damit Menschen wieder vermehrt in die Innenstadt kämen und Geschäftsinhaber Wolfsburg als Standort wählten. Und in Gruppe 4 wurde über eine „Junge Szene in der Innenstadt“ geredet. Die entscheidende Frage bei diesem Gedankenaustausch war: Was zieht junge Leute in die City?

Bei der Vorstellung der Workshop-Ergebnisse kamen Ideen wie Einbeziehen der Schulen mit ihrem künstlerisch-handwerklichen Potenzial ebenso zur Sprache wie die Nutzung der Grünflächen für eine „etwas andere Außengastronomie“, Ideen wie Aktionstage mit (über-)regionalen und lokalen Künstler*innen sowie Schaffen von Begegnungsorten und -anlässen zur Sprache.

Der Oberbürgermeisterkandidatin Iris Bothe kommt es darauf an in klaren Verantwortlichkeiten und nicht in Zuständigkeiten zu agieren. Die Entwicklung der Porschestraße geht weit über wirtschafliche Aspekte hinaus. Sie ist auch und gerade jetzt eine kulturelle und soziale Herausforderung und gehört als solche in das Zentrum kommunalpolitischen Handelns. Kurzfristig, die Belebung der Innenstadt mit allen gesellschaftlichen Kräften, Kunst, Kultur, Jugend, Soziales, Handel und Gastronomie für Flächen und Plätze aber auch Leerstellenmanagement.

Für die mittelfristige Perspektive braucht es eine klare Strategie mit einem Zentren- und einem offensiven Eigentümermanagement.

Am Thema wird weitergearbeitet werden. Nicht nur, aber auch von der WMG. Wobei es Iris Bothe ankommt: „Auf die Beteiligung an diesem Prozess. Aus vielen gesellschaftlichen Gruppen und Generationen.“

Strategie zum schnellen Glasfaserausbau

WOLFSBURG. Die SPD legt jetzt eine Strategie zum flächendeckenden Glasfaserausbau in allen Stadt- und Ortsteilen vor. „Der Glasfaserausbau ist ja nicht zum Erliegen gekommen, aber wir müssen die Ausbau-Geschwindigkeit wieder erhöhen. Dazu macht die SPD einen konkreten Vorschlag zur Realisierung und Finanzierung“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Bachmann.
Wird der Vorschlag der Sozialdemokraten Realität, werden für alle förderfähigen Gebiete – nach Veröffentlichung der Förderrichtlinien vom Bund – schnellstmöglich Förderanträge gestellt. Da-für soll die Verwaltung eine schnelle Durchführung der vorab laut EU-Gesetz durchzuführenden Markterkundung vorbereiten. Alle nicht förderfähigen Gebiete sollen durch die Stadtwerke be-ziehungsweise die Wobcom oder durch die Stadt selbst an das Wolfsburger Glasfasernetz ange-schlossen werden. Deshalb sollen allen Haushalten zügig ein Angebot zum Anschluss an das Glasfasernetz unterbreitet und Vorverträge abgeschlossen werden. Bachmann: „Sobald die notwendige Anzahl von Vorverträgen für einen eigenwirtschaftlichen Anschluss erreicht ist, wird die Erschließung eingeleitet.“ Voraussetzung für einen eigenwirtschaftlichen Anschluss ist eine Mindestanschlussquote.
Um den Ausbau in den förderfähigen Ortsteilen, zum Beispiel Hehlingen oder Velstove, mög-lichst wirtschaftlich zu gestalten, müssen aus SPD-Sicht unbedingt die Förderrichtlinien des Bundes abgewartet werden. „Die Richtlinien sind in der Erarbeitung und werden bis spätestens Anfang des Sommers veröffentlicht“, weiß SPD-Bundestagsabgeordneter Falko Mohrs. Etwa 70 Prozent der Wolfsburger Haushalte sind bisher an das Glasfasernetz der Stadtwerke ange-schlossen. Die Fördermittel von Bund und vom Land Niedersachsen für die sogenannten „wei-ßen Flecke“ in Wolfsburg – das waren beispielsweise Almke und Neindorf – sind umgesetzt. Derzeit arbeitet der Bund an einem neuen Förderprogramm für die „grauen Flecken“ – also auch dort, wo es bereits Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde gibt. Gut zwei Drittel der Anschlusskosten könnten mit dem Programm durch den Bund gefördert werden.
Die nicht förderfähigen Stadt- und Ortsteile sollen nach SPD-Meinung eigenwirtschaftlich durch die Stadtwerke sprich die Wobcom erschlossen werden. Bachmann: „Der SPD ist es wichtig, dass Infrastruktur in öffentlicher Hand bleibt.“ Eine entsprechende Vorlage über die mögliche Finanzierung soll dem Rat am 21. April vorgelegt werden.

Glosemeyer und Mohrs – Sonderprogramme von Bund und Land unterstützen wichtige Kinder- und Jugendeinrichtungen

 

„Auch in der Corona-Pandemie müssen wir weiterhin die Angebote für Kinder und Jugendlichen in den Blick nehmen. Seit März 2020 sind viele außerschulische Bildungsangebote und Übernachtungen in Beherbergungseinrichtungen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Auch Schul- und Klassenfahrten konnten in den letzten Monaten kaum stattfinden. Für viele Beherbergungseinrichtungen und Bildungsstätten ist diese Situation eine starke finanzielle Belastung“, erklärt Falko Mohrs, SPD-Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. „Ich begrüße es vor diesem Hintergrund sehr, dass auch 2021 weitere 100 Millionen Euro für ein neues Sonderprogramm des Bundes zur Verfügung stehen. Seit dem 01. März können Anträge gestellt werden; das Programm ermöglicht einen Zuschuss von bis zu 90 Prozent des Liquiditätsengpasses“, führt Mohrs weiter aus.

 

Auch auf Landesebene werden in Not geratene Jugend- und Familieneinrichtungen unterstützt. Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer (SPD) lobt auch das Corona-Sonderprogramm des Niedersächsischen Sozialministeriums: „Jugend- und Familieneinrichtungen, die durch die Pandemie in Not geraten sind, brauchen diese Unterstützungen. Ich bin sehr froh, dass unser Sozialministerium an dieser Stelle ebenfalls aktiv geworden ist und seit Start des Programms bereits 172 Einrichtungen unter die Arme greifen konnte. Diese wichtigen Angebote für junge Menschen müssen auch nach der Corona-Krise unbedingt erhalten bleiben. Die Folgen der Pandemie werden für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern noch lange zu spüren sein – umso wichtiger sind die Angebote der Kinder- und Jugendeinrichtungen.“

 

„Auch der Jugendzeltplatz und das Seminarhaus in Almke wurden von der Pandemie hart getroffen. Im Vergleich zum Vorjahr sind unsere Einnahmen um rund 75 Prozent eingebrochen. Trotz Kurzarbeit und gesenkten Kosten reicht das bei weitem nicht aus, um das wirtschaftliche Überleben des Zeltplatzes sicherzustellen. Fast die Hälfte der notwendigen Ausgaben in 2020 konnten aus den Sonderprogrammen von Bund und Land gedeckt werden, aber auch die Stadt Wolfsburg bietet uns Rückhalt“, erläutert Christopher Donath, Geschäftsführer des Stadtjugendrings. „Wir sind dankbar dafür, dass Bund und Land mit dafür Sorge tragen, dass wir solche besonderen und wichtigen Erlebnisräume für Kinder und Jugendliche erhalten können. Aber auch in 2021 werden wir in ähnlichem Maße von diesen Hilfen abhängig sein“, ergänzt Jens Hortmeyer, Sprecher der Zeltplatzgruppe.

Falko Mohrs: Rettungsschirm bringt Planungssicherheit für die Krankenhäuser

Infolge der Corona-Pandemie droht 2021 erneut ein Ausnahmejahr für Krankenhäuser, so auch für das Wolfsburger Klinikum zu werden. Schon nach den ersten Wochen des neuen Jahres zeichnete sich sehr deutlich ab, dass die Lage weiterhin erheblich von der Pandemie geprägt sein wird. Vor diesem Hintergrund haben Klinikumsdezernentin Monika Müller und Klinikumsdirektor Wilken Köster den SPD-Wahlkreisabgeordneten Falko Mohrs um Unterstützung gegenüber der Bundesregierung bei der Bewältigung vor allem der finanziellen Herausforderungen gebeten.

 

Nach intensiven Gesprächen mit den Fachpolitikern seiner Fraktion in Berlin konnte Mohrs jetzt eine positive Nachricht überbringen. „Es wird für die zusätzlichen Belastungen einen Ausgleich durch den Bund geben“, erklärte Mohrs. Die dringend benötigte Budgetabsicherung über einen finanziellen Ganzjahresausgleich war das Hauptanliegen von Müller und Köster. Und genau dieser Ansatz soll nach Aussage des SPD-Politikers gewählt werden. So wird es für alle Krankenhäuser, unabhängig vom jeweiligen Infektionsgeschehen, eine Budgetabsicherung über einen Ganzjahresausgleich geben. „Als Berechnungsgrundlage dient dabei das Jahr 2019. Auf dieser Basis soll ein Bundeszuschuss in Höhe von 85 Prozent gezahlt werden“, beschreibt Mohrs die gefundene Lösung.

 

In Gesprächen mit der Klinikleitung wurden dem Abgeordneten die besonderen Herausforderungen geschildert. „Die aktuelle Situation belastet unser Klinikum personell und wirtschaftlich in sehr hohem Maße. Ohne Unterstützung des Bundes droht unserem Klinikum und somit auch der Stadt Wolfsburg ein Defizit im bis zu zweistelligen Millionenbereich“, beschreibt Köster den dringenden Handlungsbedarf.

 

Monika Müller freut sich über die Botschaft von Falko Mohrs und dankt für seinen Einsatz, sie fordert aber weiterhin: “Die Gesundheitsversorgung braucht verlässliche finanzielle Perspektiven und nicht nachgelagerte Teilausgleiche von Verlusten.“ Gerade Krankenhäuser als Fundament der Pandemiebewältigung müssten sich darauf verlassen können, die Pandemie auch selbst zu überstehen. „Wir setzen darauf, die Gesundheitsversorgung hier in Wolfsburg weiterhin umfassend leisten zu können und haben nun dafür in diesem Jahr glücklicherweise ein Stück Planungssicherheit erhalten“, so die Klinikumsdezernentin.

 

Die jetzt gefundene Lösung stellt nach Ansicht aller Beteiligten einen Durchbruch dar und sichert die Handlungsfähigkeit der Krankenhäuser sowie die gute Versorgung der Bevölkerung.

Einladung Townhallmeeting Innenstadt

Die Zukunft der Wolfsburger Innenstadt und deren Gestaltung ist für die Oberbürgermeisterkan-didatin der SPD, Iris Bothe, ein zentrales Thema. Sie sieht – mit Blick auf eine prosperiende, zukunftsträchtige Entwicklung – Handlungsbedarf. Um gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, sowie Akteuren und Akteurinnen des lokalen Einzelhandels, der Gastronomie, Kulturschaffen-den und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, lädt Bothe zum zweiten digitalen Townhall-meeting ein.
Das Thema: Perspektiven der Innenstädte. „Unsere City rund um die Porschestraße verliert aufgrund verschiedener Herausforderungen, wie der Konkurrenz des Online-Handels, zuneh-mend an Zugkraft für Bürgerinnen und Bürger. Beschleunigt wird das durch die Corona-Pandemie“, so Iris Bothe. Deshalb sei es ihr zentrales Anliegen, durch gezieltes City-Management und unter Beteiligung der Stadtgesellschaft Anreize zu schaffen, um die Attraktivi-tät der Wolfsburger Innenstadt zu steigern. „Sie ist Lebensraum, Treffpunkt und stiftet Identifika-tion. Sie bietet Raum zum Einkaufen, Restaurantbesuch und Inanspruchnahme von verschiede-nen Dienstleistungen. Ich wünsche mir, dass durch stärkere Nutzungsdurchmischung und viel-fältige kulturelle und soziale Angebote die Attraktivität der Innenstadt gesteigert und somit auch der Einzelhandel gestärkt wird“, ergänzt die Oberbürgermeisterkandidatin.
Um interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zur Information und Diskussion zu bieten, veranstaltet Iris Bothe am Mittwoch, 10. März, um 19:00 Uhr ein Townhallmeeting über Zoom. Einen interessanten Einstieg wird sicherlich Professor Thomas Krüger von der HafenCity Universität Hamburg, ein ausgewiesener Experte für Stadtplanung, bieten. Am Gedankenaus-tausch in der digitalen Townhall werden auch die SPD-Landtagsabgeordnete Immacolata Glo-semeyer und der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs teilnehmen. Interessent*innen werden um Anmeldung bis zum 7. März unter info@irisbothe.de gebeten.

UpdateDeutschland: Zusammen zu innovativen Ideen zu den drängendsten Herausforderungen

Nach dem ersten Hackathon #WirVsVirus geht mit dem Projekt „UpdateDeutschland“ das deutschlandweite Zukunftslabor in die nächste Runde. Bürger und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Staat stellen sich gemeinsam den drängendsten Herausforderungen für Verwaltungen und Kommunen, um gemeinsam innovative und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln, die in Pilotprojekten getestet und umgesetzt werden können. „UpdateDeutschland“ soll dabei in mehreren Bereichen seine Wirkung entfalten.

„Spätestens in der Corona-Krise haben wir alle erlebt, was nicht funktioniert und wo es dringend Lösungen braucht“, erklärt die SPD-Abgeordnete Immacolata Glosemeyer den Hintergrund des Projekts, „ich begrüße es deshalb sehr, dass die Landesregierung dieses einmalige Vorhaben unterstützt. Niedersachsen ist ein Land der Innovationen und hat eine sehr aktive Startup-Kultur. UpdateDeutschland bietet nun die Gelegenheit, digital und vernetzt eine Vielzahl von Herausforderungen anzugehen und praktikable Lösungen zu finden.“

Über eine digitale Plattform können sowohl Herausforderungen als auch bereits existierende Lösungsansätze und neue Ideen eingebracht werden. Zusammengebracht werden diese dann vom 19. bis 21. März 2021 bei einem öffentlichen Hackathon, dem digitalen „48-Stunden-Sprint“. Im anschließenden Umsetzungsprogramm, welches von April bis August 2021 angesetzt ist, werden ausgewählte Lösungen in Pilotprojekten umgesetzt.

Die Spanne der Problemfelder reicht dabei vom Verbraucherschutz, lebenslangem Lernen über die Revitalisierung der Innenstädte bis hin zu Fragen der politischen Teilhabe und Antidiskriminierung. Aber auch Bereiche wie die digitale Verwaltung können hierbei von innovativen Lösungsansätzen profitieren, wie Glosemeyer weiß: „Welches die drängendsten Probleme der Kommunen und besonders der Verwaltungen sind, können meist diejenigen am besten sagen, die direkt betroffen sind. Das sind nun mal die Bürgerinnen und Bürger.“

Die Lösungen für die Probleme können dabei vielfältig sein. „Es muss nicht immer eine komplett neue Idee sein. In manchen Fällen gibt es vielleicht schon eine gut funktionierende Lösung, die so eine gute Plattform erhält. Die Digitalisierung hilft hier die Menschen miteinander zu verbinden“, betont die SPD-Politikerin den Netzwerkgedanken des Projekts.

Noch bis zum 17. März 2021 können auf der Website des Projektes „UpdateDeutschland“ Herausforderungen und Lösungsideen eingestellt werden. Hier erfolgt auch die Anmeldung für den Hackathon.

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Falko Mohrs: Caritas verhindert Tariflöhne in der Pflege

„Das macht mich fassungslos: Ausgerechnet ein kirchlicher Arbeitgeber verhindert bessere Arbeitsbedingungen und Tariflöhne in der Pflege. Wir alle wissen, dass die Situation vieler Beschäftigter in der Altenpflege seit Jahren von Überlastung und Personalmangel geprägt ist“, beschreibt der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs die aktuelle Lage der Pflegekräfte.

 

Gute Pflege braucht aber nach Ansicht von Mohrs gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung. Darum hat der Bundestag auch das Pflegelöhneverbesserungsgesetz beschlossen. Damit sollten für alle Beschäftigten ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag in der Altenpflege geschaffen werden. So hätten alle Beschäftigen profitiert, so Mohrs, also all diejenigen, die wir in der Pandemie in der Altenpflege als Heldinnen und Helden des Alltags beklatscht haben.

 

Die Caritas hat jetzt einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag und damit eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen verhindert. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erklärte dazu: „Heute ist ein schlechter Tag für die Pflege in Deutschland.“ Das sei ein herber Rückschlag für alle Beschäftigten in der Altenpflege und nicht nachvollziehbar. Ohne bessere Löhne und Arbeitsbedingungen werde nach Ansicht des SPD-Politikers weiter Personal in der Pflege verloren gehen. Ausgerechnet ein kirchlicher Arbeitgeber habe das anscheinend immer noch nicht verstanden.

 

Ein Tarifvertrag enthalte mehr als nur die Lohnhöhe, die nun über die Pflegemindestlohnkommission festgelegt werden muss. Neben dem Gehalt werden auch andere wichtige Rahmenbedingungen geregelt: Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Weihnachtsgeld oder der Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Auch diese Regelungen gehören zu attraktiven Arbeitsbedingungen. Auch sie sind dringend notwendig. Das ist jetzt leider verhindert worden, bedauert Mohrs. Mitverantwortlich bleiben aber auch die privaten Anbieter, die einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag vehement ablehnen und seit Anfang an hintertreiben.

 

„Wir wollen die Verbesserungen für die Beschäftigten, daran halten wir fest“, erklärte Mohrs. Bundesarbeitsminister Heil forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, wie angekündigt einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem die Finanzierung aus der Pflegeversicherung verbindlich an Tarifverträge gebunden werden soll. Heil sagte, gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, mit welchen Belastungen die Beschäftigten in der Altenpflege zu tun hätten. Gleichzeitig sei deutlich geworden, dass Verbesserungen dringend nötig seien.

 

Veröffentlicht am Bund