Kategorie Archiv: OV Ehmen-Mörse

SPD Ehmen/Mörse bedauert viele zerstörte Wahlkampf-Plakate

EHMEN/MÖRSE. „Eine Schneise der Zerstörung hat viele unserer Plakate für die OB- und Kommunalwahl sowie die Bundestagswahl getroffen“, bedauert der SPD-Spitzen-kandidat für Stadt- und Ortsrat, Ingolf Viereck, die Vielzahl der beschädigten Plakate.

Insbesondere am Kreisel in die Große Kley und in den Kerksiek hat es sechs Plakate erwischt. Komplett zerstört wurden sämtliche 14 Plakate an der Straße Bockhorst in Ehmen. „Neben dem finanziellen Schaden geht es vor allem um den ehrenamtlichen Einsatz unserer Mitglieder. Die Plakatierung sowie die Verteilung von Flyern erfolgt durch freiwillige Helferinnen und Helfer des SPD-Ortsvereins“, kritisiert Viereck den unnötigen Mehraufwand.

Am Montag wurde bereits ein Großteil der kaputten Wahlplakate eingesammelt und mit dem Aufhängen neuer Plakate von Oberbürgermeisterkandidatin Iris Bothe, Bundestagskandidat Falko Mohrs und dem Ortsratsplakat begonnen. Was die örtlichen SPD-Vertreter besonders schockiert hat ist, dass auf den Plakaten einzelne Personen gezielt zerschnitten wurden.

 

 

Ingolf Viereck führt die SPD-Liste für den Ortsrat Ehmen/Mörse an

Mit Bürgermeister Ingolf Viereck als Spitzenkandidaten geht der SPD-Ortsverein in die Ortsratswahl für Ehmen/Mörse.

Dem aktuellen SPD-Fraktionssprecher folgt auf Platz 2 das bisherige Ortsratsmitglied Ute Schmidt. Auf Platz 3 kandidiert der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Jan-Christoph Albrecht. Die weiteren Plätze belegen Dhana Schoppe, Jannik Schoppe, Daniel Hoffmann, Nadine Michitsch, Alexander Sturm und Jan Schmidt.

„Vier Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich zum ersten Mal um ein Ortsratsmandat und kommen aus der jüngeren Generation“, freut sich Viereck über die gute Mischung auf der Liste. In einem Flyer stellen sich die SPD-Bewerber vor und beschreiben ihre Ziele für die kommenden fünf Jahre.

„Mit dem Neubau der DRK-Kindertagesstätte am Siebsberg wird die wohnortnahe Versorgung mit Krippe- und Kita-Plätzen auch in Ehmen sichergestellt. In der nächsten Ortsrats-periode wollen wir Standort und Umsetzung der Mehrzweckhalle in Mörse zum Abschluss bringen und auch die Alternative für die alte Sporthalle am Wasserturm in Ehmen auf den Weg bringen“, beschreibt Viereck wichtige Vorhaben des neuen Ortsrats.

BU.: Das SPD-Team für den Ortsrat Ehmen/Mörse: 1. Reihe: Ingolf Viereck, Ute Schmidt, Dr. Jan-Christoph Albrecht, 2. Reihe: Jannik Schoppe, Nadine Michitsch, Daniel Hoffmann, 3. Reihe: Alexander Sturm, Jan Schmidt, Dhana Schoppe (von rechts).

Die Irmela-Hammelstein-Straße wurde jetzt im Baugebiet „An der Gärtnerei“ mitten im Herzen von Ehmen eingeweiht

Die Irmela-Hammelstein-Straße wurde jetzt im Baugebiet „An der Gärtnerei“ mitten im Herzen von Ehmen eingeweiht – das freute vor allem die SPD (von links): SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Bachmann, Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Hans Herbert Maiwald, stellvertretender Ortsbürgermeister von Ehmen/Mörse, Dr. Christa Westphal-Schmidt, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, Bürgermeister Ingolf Viereck und Ratsvorsitzender Ralf Krüger. (Foto: privat)

In seiner Laudation würdigte Oberbürgermeister Klaus Mohrs die herausragenden Verdienste von Irmela Hammelstein, die als Wolfsburger Politikerin viele Jahre vehement die Interessen Wolfsburgs und seiner Bürgerinnen und Bürger im Niedersächsischen Landtag vertreten hat, dem sie von 1986 bis zu ihrem Tode am 24. Mai 1995 angehörte. Zuletzt bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin. „Leider ist sie viel zu früh, noch während ihrer aktiven Phase als Vizepräsidentin, im Alter von 53 Jahren verstorben“, sagte Mohrs.

Von 1981 bis zuletzt war sie Mitglied des Rates der Stadt Wolfsburg und setze ihre Kompetenz vor allem im Schul- und Sozialausschuss ein. Dem Ortsrat Vorsfelde gehörte Hammelstein von 1974 – 1986 an. Mohrs: “ Irmela Hammelstein war eine kämpferische Frau, die Probleme anpackte und gegen Benachteiligung und Ausgrenzung in der Gesellschaft anging. Sie setzte sich für Dinge ein, die ihr wichtig waren und war deshalb manchmal auch unbequem, im positiven Sinne gemeint! Einer ihrer politischen Schwerpunkte war die Gleichstellung der Frau.“

Hammelstein arbeitete im Ausschuss für Gleichberechtigung und Frauenfragen mit und setzte sich zur Verbesserung von Chancen für Mädchen und Frauen in Schule, Bildung und Ausbildung sowie auf dem Arbeitsmarkt ein. Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang war für sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer, blickte das Stadtoberhaupt zurück und ergänzte: „Ende der 70er und in den 80er Jahren war sie die Repräsentantin der Frauenbewegung in Wolfsburg. Die Gründung beziehungsweise Unterstützung vieler Einrichtungen für Frauen und Mädchen in weitgehender Autonomie geht vor allem auf ihren Einsatz zurück, wie beispielsweise der Teestube „Frauen-Zimmer“, das Frauenhaus, das Mädchencafé „Rote Zora“, die Frauenfirma „Einfach lila“ und der Verein Frauen Forum.“ Ein weiterer Meilenstein in der Wolfsburger Frauengeschichte war 1988 die Einrichtung der Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten, erinnerte Mohrs: „Was heute alles selbstverständlich klingt, war in den 80er Jahren durchaus keine Selbstverständlichkeit und setzte entschlossenes und beherztes Vorgehen voraus, aber auch Sachkompetenz und Fleiß.Alles Eigenschaften, die Irmela Hammelstein auszeichnete.

Aber auch die Schulpolitik, insbesondere die so oft benachteiligten Hauptschülerinnen und Hauptschüler, lagen ihr sehr am Herzen, weiß der Verwaltungschef. So sei es ihr zu verdanken, dass die Berufsbildungsstätte Wolfsburg als Einrichtung für benachteiligte Jugendliche entstand. Mohrs: „Sozialschwache nicht auszugrenzen, war für Irmela Hammelstein oberstes Gebot!“

In Andenken an Irmela Hammelstein, eine herausragende Frau und Politikerin ihrer Zeit, wurde über einen längeren Zeitraum der Irmela-Hammelstein-Förderpreis gepflegt, der alle zwei Jahre ein Projekt für Mädchen und Frauen ausgezeichnet hat.