Author Archiv: Julius Schneider

Niedersachsen stärkt den Kinderschutz

Wolfsburg. Gerade in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass der Schutz von Kindern schnell vor große Herausforderungen gestellt werden kann. Um dem entgegenzuwirken hat das SPD-geführte Sozialministerium nun weitere Fördergelder freigegeben. Damit soll die Präventionsarbeit weiter gestärkt werden.

„Die Präventionsarbeit ist beim Kinderschutz von herausragender Bedeutung“, erklärt die Wolfsburger SPD-Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer, „Im besten Fall lassen sich so Taten verhindern, bevor sie geschehen, da durch Informationsangebote nicht nur das Fachpersonal, sondern auch die Bevölkerung für die Anzeichen von Missbrauch und Gewalt sensibilisiert werden.“

Eines dieser vielen Angebote ist das Projekt „Gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch“ der Landesstelle Jugendschutz, welches seit 2019 durchgeführt wird. Um den großen Erfolg des Projekts fortzusetzen, werden nun für das laufende Jahr über 90.000 Euro an weiteren Landesmitteln bereitgestellt.

Für Glosemeyer stellt die Weiterförderung einen wichtigen Schritt dar: „Die Missbrauchsfälle der vergangenen Jahre führen uns immer noch eindringlich vor Augen, dass es auf eine hohe Aufmerksamkeit, enge Zusammenarbeit und entschlossenes Handeln aller Menschen ankommt. Das geht aber nur, wenn man auch weiß, worauf man achten muss.“

Um hier eine Orientierungshilfe zu bieten, hat die Landesstelle aktuell ein Erklärvideo entwickelt, welches pädagogische Fachkräfte in ihrer Beratungs- und Präventionsarbeit unterstützen soll. Ziel des Videos ist dabei, Kinder und Jugendliche aufzuklären und sie für Probleme zu sensibilisieren.

„Mit einfachen Bildern und in kindgerechter Sprache wird erklärt, was sexueller Missbrauch ist“, erläutert die Landtagsabgeordnete den Inhalt des Videoclips, „das erleichtert den Gesprächseinstieg und bestärkt die Kinder auch mal ‚Nein‘ zu sagen, wenn jemand ihre persönlichen Grenzen überschreitet.“

Gleichzeitig gäbe der Film auch Hinweise, sich Hilfe bei Vertrauenspersonen zu suchen, denn auch Kinder hätten ein Recht auf Unterstützung und Hilfe, betont Glosemeyer. Auch für Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration der Stadt Wolfsburg, ist das Video eine wichtige Ergänzung zum bereits existierenden Angebot der Beratungsstellen: „Da gerade in dieser schwierigen Zeit wichtige Präventionsangebote nicht in den Schulen stattfinden können, bietet das Erklärvideo eine wichtige Unterstützung für Erzieherinnen und Erzieher, sowie für Lehrerinnen und Lehrer. Gerade jetzt müssen wir noch sensibler und aufmerksamer reagieren.“

Dennoch gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen sexuelle Übergriffe. Erwachsene, die Kinder sexuell missbrauchen, nutzen ihre Machtposition, die Abhängigkeit oder die Unwissenheit von Kindern aus, um sie unter Druck zu setzen, auszubeuten und zu isolieren.

Trotzdem ist für Glosemeyer klar: „Informierte Kinder sind besser geschützt. Aufklärung mit altersangemessenen Informationen ist deshalb wichtig. Kinder verdienen immer, und besonders jetzt in der Corona-Pandemie, unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit, kompetente Unterstützung und tatkräftiges Handeln. Niemand wird dabei allein gelassen. Wir haben in Niedersachsen hervorragend spezialisierte Beratungsstellen und Kinderschutzzentren.“

Veröffentlicht am Land

Falko Mohrs: DRK-Kita in Neuhaus wird Sprach-Kita

Eine gute Nachricht für die Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes in der Burg Neuhaus: Ab 01.03.2021 ist die Einrichtung nach Aussage des SPD-Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs in das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ aufgenommen. „Für den Förderzeitraum bis zum 31.12.2022 stehen zusätzliche Mittel in Höhe von 45.834 Euro für dieses spezielle Förderangebot zur Verfügung“, freut sich Mohrs über eine weitere Sprach-Kita in Wolfsburg.

Sprache ist der Schlüssel: Durch sie erschließen wir uns die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Studien haben nach Aussage des SPD-Politikers gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben haben. Dies gelte besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund. Schwerpunkte des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ sind neben der sprachlichen Bildung die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien.

Ein ganz besonderer Schwerpunkt der Arbeit liegt nach den Worten von Mohrs, der auch Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses ist, darin, dass Kinder Sprache in anregungsreichen Situationen aus ihrer Lebens- und Erfahrungswelt erlernen. Die alltagsintegrierte sprachliche Bildung orientiert sich an den individuellen Kompetenzen und Interessen der Kinder und unterstützt die natürliche Sprachentwicklung. Der gesamte Kita-Alltag wird genutzt, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung anzuregen und zu fördern. „Ich freue mich sehr, dass die Kita in der Burg Neuhaus in das Bundesprogramm aufgenommen wurde. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst eines engagierten Teams in dieser Einrichtung“, so Mohrs.

„Mehr Digitalisierung wagen!“ – Bundesregierung erhöht Investitionen in vielen Bereichen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind vielfältig. Gerade in der öffentlichen Verwaltung und im Bildungsbereich wurde deutlich, wie dringend ein Digitalisierungsschub notwendig ist. Aber auch viele Unternehmen und Organisationen sehen sich mit einem gestiegenen elektronischen Kundenkontakt konfrontiert. Um hier noch mehr Unterstützung zu leisten, sollen nach Aussage des SPD-Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden. „Das zentrale Ziel der Maßnahmen ist es, den digitalen Ausbau der Verwaltungen weiter voranzutreiben und den Mittelstand nachhaltig und zukunftssicher umzubauen“, so Mohrs.

Insbesondere das Programm „Digital Jetzt“ ist dabei stark nachgefragt, wie der Abgeordnete Mohrs berichtet: „Die Förderung leistet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur beschleunigten Digitalisierung der mittelständischen Wirtschaft, indem die Unternehmen schnell und direkt einen Zuschuss für Investitionen in digitale Technologien erhalten. Ich unterstütze es deshalb, dass nun noch einmal nachgelegt und die zur Verfügung stehenden Mittel erhöht werden sollen.“

Auch für die Wolfsburger Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer, Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion  für Regionale Entwicklung ist, stellt die Digitalisierung der Wirtschaft einen wichtigen Schritt dar: „Die Digitalisierung eröffnet in allen Bereichen ganz neue Chancen. Neue Technologien ermöglichen neben innovativen Geschäftsmodellen auch neue Arbeits- und Produktionsprozesse. Digitale Kompetenzen und geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind deshalb ein entscheidender Faktor für wirtschaftlichen Erfolg. Damit ergänzt das Investitionsprogramm die vom Land Niedersachsen aufgelegten Maßnahmen zur Stärkung der ländlichen Räume.“

Um in diesem Prozess die Automobilindustrie als eine der wichtigsten Schlüsselindustrien Deutschlands mitzunehmen, wurden ebenfalls vier neue Förderrichtlinien geschaffen. Durch Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro soll bis 2024 die Transformation der Branche vorangetrieben und unterstützt werden. Unternehmen können Fördergelder für Schlüsselinvestitionen, Forschung und Entwicklung und für die regionale Vernetzung in Innovationsclustern beantragen.

„Mit diesen Mitteln wollen wir einen schnellen, aber auch nachhaltigen Wandel in Gang setzen“, erklärt Mohrs, „Gute Arbeitsplätze und digitales Know-How sind ein wichtiger Teil in der Zukunft der deutschen Automobilindustrie.“

Insbesondere kleine und mittlere Zulieferunternehmen können dabei von den Förderrichtlinien profitieren. „So werden also nicht nur die großen Unternehmen gestärkt, sondern auch die Kleinen“, fügt Glosemeyer hinzu, „nur gemeinsam kann uns dieser teils schwierige Prozess gelingen.“

Town-Hall- Meeting – Kita in der Krise – Einander zuhören

Am Ende des Abends gingen die Daumen der Teilnehmer*innen am Online-Townhall-Meeting anerkennend nach oben. Die Veranstaltung mit dem Fokus auf „Kita in der Krise – Einander zuhören“ wartete mit wissenschaftlich fundierter, komprimierter und gedanklich nachvollziehbarer Information durch Bayreuther Hochschullehrer auf. Oberbürgermeister-Kandidatin Iris Bothe und der SPD-Unterbezirk Wolfsburg hatten zu diesem Treffen eingeladen, das zu nach einem Vortrag zu einem intensiven Erfahrungs- und Gedankenaustausch in Kleingruppen führte. 48  Teilnehmer*innen, vom Pandemie-Lockdown betroffene Eltern genauso wie Erzieher*innen aus den Wolfsburger Kitas, hörten zunächst  ein Impulsreferat der Dozenten Professor Eckhard Nagel und Georg Lindinger von der Universität  Bayreuth. Die Ausführungen  basierten auf Daten einer Studie, die von der Hochschule von Juni bis September 2019 erhoben wurden. 74 Interview-Partner*innen aus 32 Wolfsburger Kindertagesstätten wurden befragt. Alle Kita-Träger, ob in den Stadt- oder Ortsteilen, haben sich an der wissenschaftlichen Erhebung beteiligt. Die Studie ist noch in der Auswertungsphase, aber es zeigt sich: „Den Kontakt zu den Kindern zu halten, die „ihre“ Tagesstätte derzeit nicht besuchen können, ob nun digital oder analog durch (Eltern-)Briefe, das ist von größter Bedeutung. Es dürfe sich keine Gruppe der Vergessenen bilden, die psychosozialen Folgen seien immens und sind es zum Teil bereits, hieß es. Neben Iris Bothe begleiteten der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs, die SPD-

Landtagsabgeordnete Immacolta Glosemeyer sowie SPD-Ratsfraktionschef Hans-Georg Bachmann – unter anderem als Moderator*innen der kleineren Gesprächsrunden – die Kita-in-der Corona-Krise-Veranstaltung. Bei der authentische, emotionale  Momente nicht fehlten. So berichtete ein Vater von fünf Kindern, der im Drei-Schichten-System arbeitet, von den extremen, negativen Auswirkungen des Kita- und Schullockdows auf sich und seine Familie. „Ich bin fast am Ende.“ Zu Wort meldeten sich beim Gedankenaustausch diesem Abend zudem eine Kinderärztin, Erzieher*innen und Kita-Leitungen und die Kita- Stadtelternvertretung. Die „Townhall“ wurde zu einem Gedanken- Tauschplatz für Trost, für Problemsituationen sowie kreative Ideen zu deren kurz-, mittel- und langfristiger Lösung. Oberbürgermeisterkandidatin Iris Bothe nahm „sehr viel Denkanstöße und Ideen mit“ –  man werde im Gespräch bleiben und handeln, wo irgend möglich. Diesem Townhall Meeting sollen weitere folgen. „Dann vielleicht mal mit dem Thema  Schule im  Mittelpunkt, hieß es aus der Runde.

Live-Talk mit Iris Bothe auf SPD-Mitgliedervollversammlung

Als vollen Erfolg bezeichnete die SPD-Unterbezirksvorsitzende Immacolata Glosemeyer die erste digitale Mitgliedervollversammlung der Sozialdemokraten in Wolfsburg. „Viele Mitglieder haben sich an diesem neuen Format beteiligt und auf diesem Wege eine starke Oberbürgermeisterkandidatin Iris Bothe erlebt und mit ihr diskutiert“, lautete das Fazit der Wolfsburger Landtagsabgeordneten.

 

Im Parteibüro war ein kleines Fernsehstudio für die Veranstaltung eingerichtet worden. Die Mitglieder*innen nahmen per Live-Stream an einem lockeren Dialog zwischen dem Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs und Iris Bothe teil. Die Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, seit 30 Jahren im Dienst der Kommune, steht insbesondere mit jungen Menschen und ihren Familien in engem Kontakt. „Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen ist für mich ein zentraler Baustein für ein gut funktionierendes Gemeinwesen und Voraussetzung für eine demokratische und offene Stadtgesellschaft“, erläuterte die Stadträtin.

 

Seit Jahren arbeiten Iris Bothe und Falko Mohrs im Jugendhilfeausschuss zusammen. Zu den Themen des Abends zählten der Ausbau von Krippen- und Kita-Plätzen sowie die Jugendarbeit. Als ihren besonderen, persönlichen Erfolg bezeichnete die OB-Kandidatin die Einrichtung des Kulturzentrums Hallenbad. „In finanziell schwierigen Zeiten haben wir damit ein Leuchtturmprojekt für die Stadt und die gesamte Region umgesetzt“, berichtete Iris Bothe über die Entstehungsgeschichte. Zur Erfolgsgeschichte zählt, dass die Dezernentin die erste Geschäftsführerin des Hallenbads – als kulturellen Treffpunkts – war.

 

In einer Grußbotschaft wünschte die erste Oberbürgermeisterin und heutige Ehrenbürgerin Wolfsburgs, Ingrid Eckel, der Kandidatin bei der Wahl im September Erfolg. „Frauen haben eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Nach 25 Jahren ist es wirklich wieder Zeit für eine durchsetzungsstarke Frau an der Spitze der Stadt“, rief Eckel alle Wolfsburgerinnen und Wolfsburger zur Wahl von Bothe auf.

 

Selbstverständlich drehte sich die Diskussion auch um Corona, die Situation auf dem Wohnungsmarkt, und die Weiterentwicklung der Schulen sowie der Ostfalia. „Unsere Hochschule ist ein wichtiger Standortvorteil. Gemeinsam mit der Präsidentin der Ostfalia entwickeln wir Zukunftsperspektiven mit neuen Studiengängen in Wolfsburg“, beschreibt Iris Bothe die Bedeutung dieser Wissenschaftseinrichtung. In einem Video erinnerte Udo-Willi Kögler an die Gründung der Open Hybrid Lab-Factory und den persönlichen Einsatz der Bildungsdezernentin für dieses wichtige Standbein der TU Braunschweig am Konzernsitz von Volkswagen.

 

Eine positive Bilanz von knapp fünf Jahren Ratsarbeit zog Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Bachmann: „Gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Mohrs haben wir die Wohnbauoffensive vorangetrieben und für bezahlbaren Wohnraum gesorgt, zusätzliche Kindertagesstätten geschaffen, die Schulmodernisierung kontinuierlich umgesetzt und zeitgemäße Sportstätten geschaffen sowie auf den Weg gebracht.“ Aufgrund des Diesel-Skandals und der Corona-Pandemie konnten nach Aussage von Bachmann nicht alle Vorhaben so zügig umgesetzt werden, wie es sich die SPD-Fraktion gewünscht hat. „Die Richtung stimmt und mit der Nordhoffachse und den Plänen für die Stärkung der Porschestraße sind wir auf gutem Weg“, so der Fraktionschef.

 

In einer kurzen Befragung nach der Vollversammlung konnten alle Teilnehmer ein Stimmungsbild abgeben. „Sowohl die Veranstaltung und die Vorstellung von Iris Bothe sowie ihre inhaltlichen Ziele haben breite Zustimmung gefunden. Die SPD geht geschlossen in die bevorstehenden Wahlen in diesem Jahr“, freut sich Immacolata Glosemeyer über die gelungene Mitgliedervollversammlung.