Die Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen und der Komponente ist vom Tisch, eine Werksschließung wurde nicht beschlossen. Der geplante Abbau zahlreicher Arbeitsplätze und die weiterhin offene Zukunft einzelner Standorte bleiben jedoch eine große Belastung für die Beschäftigten und die Standortregionen.
„Betriebsrat, IG Metall und Ministerpräsident Olaf Lies haben die maximale Eskalation verhindert und den Angriff auf die Mitbestimmung erfolgreich abgewehrt. Das ist ein wichtiger Erfolg. Nun steht der Vorstand in der Verantwortung, tragfähige Konzepte für alle Standorte und deren langfristige Auslastung vorzulegen“, erklärt die Wolfsburger Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer.
Dazu brauche es Investitionen, konkrete Produktzusagen und verlässliche Beschäftigungsperspektiven. Aber auch die Politik müsse die richtigen Rahmenbedingungen für die Zukunft der Automobilindustrie schaffen. Darüber habe Glosemeyer beim jüngsten Besuch von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas am 01. September in Wolfsburg gesprochen.
„Im Gespräch mit Bärbel Bas habe ich deutlich gemacht, was jetzt auch politisch auf den Weg gebracht werden muss. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen, Innovationen und gute Industriearbeit. Volkswagen trägt zugleich eine besondere Verantwortung für Wolfsburg als Sitz des Konzerns. Personalabbau allein ist keine Zukunftsstrategie“, betont Glosemeyer.
Der Verlust vieler Arbeitsplätze würde nicht nur die Beschäftigten und ihre Familien treffen. Weniger Ausbildungs- und Studienplätze bremsten die Entwicklung Wolfsburgs. Auch der Immobilienmarkt, das Handwerk, der Einzelhandel und zahlreiche Dienstleistungsunternehmen spürten die Folgen.
Jetzt komme es auf die Zusammenarbeit von Unternehmen, Betriebsrat, Gewerkschaften und Politik an. Das gemeinsame Ziel müsse sein, Volkswagen wettbewerbsfähig aufzustellen, die Standorte zu sichern und gute Industriearbeitsplätze zu erhalten.
