Monatlicher Archiv: Juni 2026

Änderungsantrag zur Vorlage V 2026/1573 –Baugebiet Sonnenkamp – Panoramaweg

Antrag A 2026/0368 öffentlich

Die Fraktion SPD/Ratsfrau Broedermann beantragt:

  1. Der Beschlussvorschlag wird wie folgt geändert: 1. Die Gesamtkosten der Maßnahme werden auf maximal 3.000.000 Euro begrenzt.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, innerhalb dieses Kostenrahmens vorrangig den Ausbau des Panoramawegs sowie der unmittelbar angrenzenden Freianlagen im Bereich des Quartiers III zu realisieren.
  3. Die Herstellung der Freianlagen und der Ausbau des Panoramawegs im Bereich des Quartiers IV werden zurückgestellt. Eine Umsetzung soll erst erfolgen, wenn die bauliche Entwicklung des Quartiers IV tatsächlich begonnen hat beziehungsweise zeitnah bevorsteht. Dazu bedarf es eines erneuten Beschlusses des Rates der Stadt Wolfsburg.
  4. Die Planung ist insbesondere hinsichtlich der vorgesehenen Geländemodulationen zu überarbeiten und auf das funktional notwendige Maß zu reduzieren. Hierbei sind die für die Entwässerung, den Hochwasserschutz, die Verkehrssicherheit sowie die naturschutzrechtlich erforderlichen Kompensationsmaßnahmen zwingend notwendigen Bestandteile sicherzustellen.
  5. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Rat eine entsprechend angepasste Planung einschließlich einer überarbeiteten Kostenberechnung vorzulegen.

Begründung

Die Stadt Wolfsburg steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Die aktuelle Haushaltsentwicklung ist geprägt von steigenden Ausgaben, rückläufigen finanziellen Spielräumen und der Gefahr einer künftigen Haushaltssicherung. Vor diesem Hintergrund müssen Investitionen konsequent priorisiert werden. Die vorliegende Vorlage sieht Ausgaben in Höhe von rund 7,6 Mio. Euro für den Panoramaweg und die begleitenden Freianlagen vor. Dabei entfällt ein erheblicher Teil der Kosten auf landschaftsgestalterische Maßnahmen, insbesondere auf umfangreiche Geländemodulationen, deren Kosten allein mit rund 1,23 Mio. Euro veranschlagt werden. Gleichzeitig befindet sich das Quartier III bereits in einem weit fortgeschrittenen Entwicklungsstand. Hier besteht ein nachvollziehbarer Bedarf, die vorgesehenen Freiräume und Wegeverbindungen zeitnah herzustellen. Für den Bereich des Quartiers IV besteht dieser Bedarf hingegen derzeit noch nicht in gleicher Weise, da die bauliche Entwicklung noch nicht entsprechend fortgeschritten ist. Eine abschnittsweise Umsetzung ermöglicht es, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers III die notwendigen Freianlagen zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig den städtischen Haushalt spürbar zu entlasten. Die Verschiebung des Ausbaus im Bereich des Quar­ Vorlage A 2026/0368 Seite: 2/2 tiers IV stellt sicher, dass öffentliche Mittel erst dann eingesetzt werden, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Angesichts der angespannten Haushaltslage ist eine Konzentration auf das Wesentliche geboten. Vorrang haben funktionale Infrastruktur, notwendige Ausgleichsmaßnahmen sowie die unmittelbaren Bedürfnisse der bereits entstehenden Wohnquartiere. Aufwändige gestalterische Elemente sind hinter diesem Ziel zurückzustellen.

Wie viel Platz hat Wolfsburg noch für neue Wohnungen und Unternehmen?

Die SPD-Fraktion hat gemeinsam mit Bündnis 90/Die Grünen eine Anfrage für den Planungs- und Bauausschuss eingebracht, um einen aktuellen Überblick über die verfügbaren Wohnbau- und Gewerbeflächen der Stadt Wolfsburg zu erhalten.
 
Hintergrund sind die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt sowie die wirtschaftliche Transformation des Standorts Wolfsburg. Aktuelle Berichte zeigen, dass die Entwicklung bei Volkswagen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunehmend Auswirkungen auf die Stadt haben. Umso wichtiger sei es, frühzeitig zu wissen, welche Flächenpotenziale Wolfsburg für Wohnen und Arbeiten zur Verfügung stehen.
 
Die Verwaltung soll deshalb unter anderem Auskunft darüber geben, wie viele städtische Wohnbaugrundstücke derzeit verfügbar sind, wie hoch die Nachfrage nach diesen Grundstücken ist und welche weiteren Flächen sich aktuell in Planung oder Entwicklung befinden. Zudem soll dargestellt werden, welche städtischen Gewerbeflächen kurzfristig vermarktet werden können.
 
„Gerade in Zeiten des Wandels müssen wir wissen, über welche Entwicklungsmöglichkeiten Wolfsburg verfügt“, erklärt der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Hans-Georg Bachmann. „Für uns geht es darum, Perspektiven für Familien zu schaffen, die Wohneigentum bilden möchten, und gleichzeitig die Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze und Unternehmensansiedlungen zu verbessern. Dafür brauchen wir einen klaren Überblick über die städtischen Flächenreserven.“
 
Die SPD sieht die Anfrage als Grundlage für eine vorausschauende Stadtentwicklungspolitik. Ziel sei es, rechtzeitig die richtigen Entscheidungen für bezahlbares Wohnen, wirtschaftliche Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit Wolfsburgs treffen zu können.

Große Wertschätzung: Immacolata Glosemeyer und Ministerpräsident Olaf Lies bedanken sich beim Ehrenamt.

Ehrenamtsfest in Wolfsburg mit Olaf Lies

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wolfsburger Vereinen, Verbänden und Initiativen folgten am vergangenem Montag der Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Immacolata Glosemeyer zum Ehrenamtsfest im Ruderklub Wolfsburg. Gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden der SPD Niedersachsen und Ministerpräsidenten Olaf Lies stand der Abend ganz im Zeichen des ehrenamtlichen Engagements in Wolfsburg. In angenehmer Atmosphäre nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch über die Herausforderungen und Chancen des Ehrenamts sowie über aktuelle gesellschaftliche Themen. Viele Ehrenamtliche aus Sport, Kultur, Sozialverbänden, Feuerwehr und weiteren gesellschaftlichen Bereichen kamen miteinander und mit den politischen Gästen ins Gespräch. Ministerpräsident Olaf Lies würdigte in seinem Beitrag insbesondere die Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt:„Ehrenamt ist ein zentraler Bestandteil unserer Demokratie, weil es Menschen zusammenbringt, Austausch ermöglicht und dazu ermutigt, sich selbst in die Debatte einzubringen. Eine Gesellschaft ohne dieses Engagement ist keine Gesellschaft, in der wir leben wollen“.

Auch Immacolata Glosemeyer machte in ihrer Begrüßung deutlich, wie wichtig das Engagement der vielen Ehrenamtlichen für Wolfsburg ist: „Wer behauptet, in Deutschland werde zu wenig gearbeitet, übersieht die vielen Menschen, die neben ihrem Beruf zusätzlich wertvolle Arbeit im Ehrenamt leisten. Ihr Einsatz hält unsere Vereine und damit unsere Gemeinschaft hier in Wolfsburg zusammen.“ Im Verlauf des Abends wurde deutlich, wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement in Wolfsburg ist. Ob im Sportverein, in sozialen Einrichtungen, in der Kulturarbeit oder bei den Hilfsorganisationen – viele Gäste berichteten von ihrem täglichen Einsatz für die Gemeinschaft. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wolfsburg, Hans-Georg Bachmann, hob dabei insbesondere die wichtige Rolle der Vereine und Initiativen für das gesellschaftliche Leben in der Stadt hervor: „Vereine und das Ehrenamt sind das Rückrad unserer Stadtgesellschaft.“ Karsten Schneider, der Oberbürgermeisterkandidat der SPD Wolfsburg, bekräftigt Bachmanns Aussage und genoss die schönen Gespräche mit den Anwesenden.

Auch unter den Gästen wurde die Veranstaltung positiv aufgenommen. Eine Besucherin erklärte am Rande des Abends: „Hier hat heute eine schöne Veranstaltung ganz im Zeichen des Ehrenamts in Wolfsburg stattgefunden. Es gab tolle Gespräche und die Wertschätzung unserer Arbeit war spürbar.“ Das Ehrenamtsfest bot damit nicht nur Raum für politische Gespräche, sondern vor allem für persönliche Begegnungen, Anerkennung und Austausch zwischen den vielen engagierten Menschen in Wolfsburg.

Pressekontakt

Bastian Zimmermann,
Referent für Kommunikation Wahlkreisbüro
Immacolata Glosemeyer, MdL
Goethestraße 48
38440 Wolfsburg