Monatlicher Archiv: September 2026

Glosemeyer: 100.000 Euro für bessere Bildungschancen in Wolfsburg

Land fördert VHS-Projekt für Frauen auf dem Weg zum Schulabschluss

Wolfsburg. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt „Starke Schritte – Frauen auf Erfolgskurs! Mein Abschluss. Meine Zukunft.“ des Bildungshauses und der Volkshochschule Wolfsburg mit 100.000 Euro. Das teilt die Wolfsburger Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer mit.

Das Angebot gehört zu insgesamt 35 Grundbildungsprojekten, die Niedersachsen mit rund 3,5 Millionen Euro unterstützt. Jeweils etwa die Hälfte der Mittel stellen das Land und der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+) bereit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Angeboten für Frauen.

„Ich freue mich sehr, dass 100.000 Euro nach Wolfsburg fließen. Das Projekt eröffnet Frauen, die ihren Schulabschluss nachholen möchten, ganz konkrete neue Perspektiven“, erklärt Glosemeyer. „Ein fehlender Abschluss darf nicht den gesamten Lebensweg bestimmen. Jeder Mensch verdient die Möglichkeit, noch einmal durchzustarten und neue berufliche Chancen zu ergreifen.“

Das Wolfsburger Projekt bereitet Erwachsene auf den nachträglichen Erwerb eines Haupt- oder Realschulabschlusses vor. Neben schulischen Kenntnissen sollen grundlegende Fähigkeiten gestärkt und damit die Voraussetzungen für Ausbildung, Beschäftigung und gesellschaftliche Teilhabe verbessert werden.

Für Glosemeyer ist die gezielte Unterstützung von Frauen auch ein Beitrag zur Bekämpfung von Altersarmut: „Altersarmut ist vor allem weiblich. Unterbrochene Erwerbsbiografien, Teilzeitarbeit und geringere Einkommen führen noch immer dazu, dass viele Frauen im Alter schlechter abgesichert sind. Bessere Bildungsabschlüsse und berufliche Perspektiven können dabei helfen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Wir müssen Frauen frühzeitig stärken, statt Armut später nur zu verwalten.“

Die Förderung komme zudem passend zum Umzug der Volkshochschule in ein neues Gebäude. „Mit den neuen Räumlichkeiten und dem geförderten Angebot erhält die Bildungsarbeit in Wolfsburg zusätzlichen Rückenwind. Die Volkshochschule ist ein Ort, an dem Menschen unabhängig von Alter und Lebensgeschichte neue Chancen bekommen“, betont Glosemeyer.

„Die 100.000 Euro sind deshalb eine Investition in Bildung, Selbstbestimmung und soziale Sicherheit. Dass Wolfsburg davon profitiert, ist eine richtig gute Nachricht für unsere Stadt.“

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Glosemeyer zu Volkswagen: „Jetzt braucht es konkrete Perspektiven“

Die Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen und der Komponente ist vom Tisch, eine Werksschließung wurde nicht beschlossen. Der geplante Abbau zahlreicher Arbeitsplätze und die weiterhin offene Zukunft einzelner Standorte bleiben jedoch eine große Belastung für die Beschäftigten und die Standortregionen.
 
„Betriebsrat, IG Metall und Ministerpräsident Olaf Lies haben die maximale Eskalation verhindert und den Angriff auf die Mitbestimmung erfolgreich abgewehrt. Das ist ein wichtiger Erfolg. Nun steht der Vorstand in der Verantwortung, tragfähige Konzepte für alle Standorte und deren langfristige Auslastung vorzulegen“, erklärt die Wolfsburger Landtagsabgeordnete Immacolata Glosemeyer.
 
Dazu brauche es Investitionen, konkrete Produktzusagen und verlässliche Beschäftigungsperspektiven. Aber auch die Politik müsse die richtigen Rahmenbedingungen für die Zukunft der Automobilindustrie schaffen. Darüber habe Glosemeyer beim jüngsten Besuch von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas am 01. September in Wolfsburg gesprochen.
 
„Im Gespräch mit Bärbel Bas habe ich deutlich gemacht, was jetzt auch politisch auf den Weg gebracht werden muss. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen, Innovationen und gute Industriearbeit. Volkswagen trägt zugleich eine besondere Verantwortung für Wolfsburg als Sitz des Konzerns. Personalabbau allein ist keine Zukunftsstrategie“, betont Glosemeyer.
 
Der Verlust vieler Arbeitsplätze würde nicht nur die Beschäftigten und ihre Familien treffen. Weniger Ausbildungs- und Studienplätze bremsten die Entwicklung Wolfsburgs. Auch der Immobilienmarkt, das Handwerk, der Einzelhandel und zahlreiche Dienstleistungsunternehmen spürten die Folgen.
 
Jetzt komme es auf die Zusammenarbeit von Unternehmen, Betriebsrat, Gewerkschaften und Politik an. Das gemeinsame Ziel müsse sein, Volkswagen wettbewerbsfähig aufzustellen, die Standorte zu sichern und gute Industriearbeitsplätze zu erhalten.
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