Smart City Wolfsburg fällt zurück – SPD fordert klare Strategie für Arbeitsplätze der Zukunft

Die Stadt Wolfsburg ist im aktuellen Smart-City-Ranking des Digitalverbands Bitkom deutlich zurückgefallen: von Platz 33 auf Platz 40. Das Ranking bewertet regelmäßig den Stand der Digitalisierung in deutschen Großstädten – unter anderem in den Bereichen Verwaltung, Mobilität, Energie, IT-Infrastruktur und Gesellschaft. Damit liegt Wolfsburg inzwischen hinter mehreren norddeutschen Städten wie Oldenburg, Kiel, Osnabrück, Braunschweig und Hannover.

Für die SPD-Ratsfraktion ist das ein deutliches Warnsignal.

SPD-Fraktionsvorsitzender Bachmann erklärt: „Der aktuelle Ranking-Verlust zeigt: Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander. Während Wolfsburg in einzelnen Bereichen – etwa bei Bürgeranliegen und dem Serviceportal – gut abschneidet, weil diese Themen politisch immer wieder vorangetrieben wurden, zeigen sich in zentralen Zukunftsfeldern deutliche Defizite.“

Aus Sicht der SPD besteht insbesondere bei der flächendeckenden Digitalisierung der Verwaltung, also bei vielen alltäglichen Behördengängen, sowie bei Smart-City-Projekten und innovativen Mobilitätslösungen erheblicher Nachholbedarf.

Das sagt Oberbürgermeisterkandidat Karsten Schneider

Karsten Schneider, Oberbürgermeisterkandidat der SPD, ordnet die Entwicklung mit Blick auf die wirtschaftliche Zukunft ein: „Digitalisierung entscheidet darüber, wo die Arbeitsplätze der Zukunft entstehen. Wenn Wolfsburg hier hinterherläuft, gefährdet das langfristig gute und sichere Jobs in unserer Stadt. Gerade als Industriestandort dürfen wir uns diesen Rückstand nicht leisten. Um es konkret zu machen: wir haben gute Datenleitungen und starke Stromleitungen in Wolfsburg. Wir sollten diese nutzen, um Rechenzentren bei uns zu schaffen. Das schafft die Grundlage für weitere Ansiedlungen. Gerade auch beim autonomen Fahren braucht die Stadt das.“

Die SPD-Ratsfraktion fordert daher eine strategische Neuausrichtung der Smart-City-Politik in Wolfsburg. Dazu gehören insbesondere:

* eine verbindliche Gesamtstrategie mit klaren Prioritäten

* mehr Tempo bei der Digitalisierung der Verwaltung

* bessere Abstimmung zwischen den Dezernaten

* transparente Zielmarken und regelmäßige Berichterstattung

„Wolfsburg hat alle Voraussetzungen, um vorne mitzuspielen. Aber dafür müssen wir ehrlich analysieren, wo wir stehen – und dann konsequent handeln“, so Schneider abschließend.