Kategorie Archiv: OV-Stadtmitte

Otto Wels‘ Mut als Auftrag – SPD-Stadtmitte und Jusos veranstalten Demokratietag auf dem Otto-Wels-Platz

Zwei starke Reden rufen zur Verteidigung und Erneuerung der Demokratie auf

Mit einer eindrucksvollen Veranstaltung erinnerten die SPD-Stadtmitte und die Wolfsburger Jusos am 29.03.25 an die historische Rede von Otto Wels gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten. Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich auf dem Otto-Wels-Platz mit seiner Gedenktafel und der Skulptur „Mut“, für die die SPD-Stadtmitte die Schirmherrschaft übernommen hat.

Zum Auftakt hörten die Anwesenden einen Auszug aus der berühmten Rede von Otto Wels vom 23. März 1933 mit den bewegenden Worten: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“ Mit seiner Rede begründete Wels für die SPD-Fraktion die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes der Nazis, dem Gesetz, mit dem die Reichsregierung fortan auch ohne Zustimmung des Parlaments Gesetze beschließen konnte. Die SPD verweigerte dem Gesetz als einzige Fraktion die Zustimmung.

Steffen Kirsch, gemeinsam mit Benita Kirsch, Vorsitzende der SPD Stadtmitte, stellte den ersten Redner vor: den aus Syrien stammenden Mohammad Mussa von den Wolfsburger Jusos. Dieser hielt eine inspirierende Rede. Mussa hat aus seinen Erfahrungen mit Diktatur und Krieg den Schluss gezogen, sich politisch bei den Jusos und der SPD zu engagieren. In seiner Ansprache sagte er: “Es ist unsere Pflicht zu allen Zeiten für die Werte der Menschlichkeit einzustehen, auch gegen eine Übermacht, so wie Otto Wels es so mutig getan hat.“

Auf Mussas Beitrag folgte die Ansprache von Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration und Mitglied des Vorstandes des Unterbezirks der SPD Wolfsburg. Sie stellte die zentrale Frage: „Was würde Otto Wels heute sagen?“ und leitete daraus wichtige Lehren für die Gegenwart ab. „Wir müssen hinschauen, wenn Unrecht passiert, nicht wegsehen und schweigen.“ Zudem müsse die Demokratie an die Bedürfnisse von heute angepasst werden. „Die ganze Vielfalt der Gesellschaft muss sich in unseren Parlamenten wiederfinden, junge Menschen, Frauen, Senior*innen. Alle müssen eine Stimme haben.“ Zudem zeige sich Demokratie nicht nur in Sitzungssälen und Wahllokalen, sondern überall im Alltag. Es gehe ums Mitreden und darum, einzuschreiten, wo Menschen ausgegrenzt werden.

Steffen Kirsch schloss die Veranstaltung mit den Worten: „Wir wollen den Mut der 94 SPD-Abgeordneten von 1933 als Vorbild nehmen, die trotz Lebensgefahr für ihre Überzeugungen eingestanden sind.“ Anschließend lud Benita Kirsch die Anwesenden ein, Anhänger für den Demokratiebaum zu gestalten. Denn am Ende liege der Ball wieder bei allen mit der Frage „Was ist Demokratie für dich?“.

Iris Bothe erinnert an Wels’ Vermächtnis – und ruft zu gelebter Demokratie auf

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Genossinnen und Genossen,

wir stehen heute hier an einem Ort der Erinnerung, an einem Platz, der einen Namen trägt, der für Mut, Haltung und eine tiefe Verpflichtung zur Demokratie steht: Otto Wels.

Heute gedenken wir eines Mannes, der in einer der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte das gesagt hat, was gesagt werden musste.

Am 23. März 1933, vor über 90 Jahren, sprach Otto Wels im Reichstag. Die Lage war dramatisch: Die Nationalsozialisten hatten bereits begonnen, das demokratische System der Weimarer Republik zu zerschlagen. Sie setzten ihre Gegner unter Druck, schüchterten ein, verhafteten Abgeordnete. Die Abstimmung über das sogenannte Ermächtigungsgesetz stand bevor – ein Gesetz, das Hitler und seinen Anhängern uneingeschränkte Macht geben würde.

Und in diesem Moment, als die meisten bereits aus Angst schwiegen oder sich fügen wollten, stand Otto Wels auf und sprach für die Demokratie. Er sprach für Freiheit, für Gerechtigkeit, für all das, was seine Partei, die Sozialdemokratie, immer verteidigt hatte.

Seine Worte sind in die Geschichte eingegangen:

„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“

Er wusste, dass er und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter verfolgt werden würden. Er wusste, dass sie fliehen oder ins Gefängnis gehen müssten. Und doch hielt er an seinen Überzeugungen fest.

Was für ein Mut. Was für eine Standhaftigkeit.

Aber meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde:

Heute sind wir nicht hier, um nur über die Vergangenheit zu sprechen.

Wir erinnern uns an Otto Wels, weil seine Haltung uns auch heute eine Verpflichtung gibt.

Denn Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie ist nicht einfach da und bleibt für immer. Sie lebt nur, wenn wir sie verteidigen, wenn wir uns für sie einsetzen.

Und deshalb müssen wir uns fragen:

Was würde Otto Wels heute tun?

 


 

Otto Wels hat in einer Zeit des Umbruchs und der Unsicherheit gesprochen. Und wir leben heute wieder in einer Zeit des Wandels.

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen.

• Soziale Ungleichheit wächst. Viele Menschen fragen sich, ob ihre Arbeit in Zukunft noch sicher ist. Ob sie sich ihr Zuhause in dieser Stadt noch leisten können.

• Unsere Demokratie wird angegriffen. Menschen zweifeln an der Politik, radikale Kräfte gewinnen an Einfluss, Hass und Hetze werden lauter.

• Und viele fragen sich: Zählt meine Stimme überhaupt noch? Kann ich überhaupt etwas bewegen?

Genau hier beginnt unsere Verantwortung.

Denn Demokratie ist nicht nur etwas für die Parlamente. Demokratie findet nicht nur in Sitzungen, Gesetzen und Wahllokalen statt.

Demokratie ist das, was wir im Alltag daraus machen.

Und deshalb stelle ich die Frage noch einmal:

Was würde Otto Wels heute tun?

 


 

Was würde Otto Wels heute tun?

Er würde nicht nur Reden halten.

Er würde rausgehen. Er würde zuhören. Er würde mit den Menschen sprechen.

• Er würde an Werkstoren mit den Beschäftigten reden. Weil Demokratie bedeutet, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. Dass sie nicht um ihre Zukunft fürchten müssen. Dass Respekt und Sicherheit in der Arbeitswelt keine Privilegien, sondern Rechte sind.

• Er würde in Schulen und Jugendzentren mit jungen Menschen diskutieren. Weil Demokratie davon lebt, dass die junge Generation sich einbringt, mitredet, mitgestaltet. Weil es darum geht, ihnen zu zeigen: Ja, deine Stimme zählt. Ja, du kannst etwas bewegen.

• Er würde Seniorinnen und Senioren zuhören. Weil sie erlebt haben, wie aus Trümmern eine neue Demokratie aufgebaut wurde. Weil ihre Lebenserfahrung uns daran erinnert, wie zerbrechlich Freiheit sein kann – und wie schnell sie verloren gehen kann, wenn man nicht aufpasst.

• Er würde in die Stadtteile gehen, in Vereine, in Nachbarschaftsinitiativen. Weil Demokratie nicht nur in den großen Institutionen passiert – sondern dort, wo Menschen sich füreinander einsetzen.

Otto Wels würde uns daran erinnern, dass Demokratie nicht nur bedeutet, alle paar Jahre ein Kreuz zu machen.

Sie bedeutet: Jeden Tag für Werte einzustehen. Jeden Tag mitzureden. Jeden Tag Verantwortung zu übernehmen.

 


 

Demokratie ist eine tägliche Aufgabe – nicht nur zur Wahl.

Otto Wels hat uns gelehrt: Demokratie ist nichts Selbstverständliches. Sie muss verteidigt, gepflegt und mit Leben gefüllt werden.

Das bedeutet:

• Hinschauen, wenn Unrecht passiert. Nicht wegsehen, nicht schweigen, wenn Hass und Hetze Raum greifen.

• Einschreiten, wenn Menschen ausgegrenzt werden. Denn Demokratie lebt von Zusammenhalt, nicht von Spaltung.

• Mitreden, nicht nur in Wahljahren, sondern immer. Weil es um unsere Zukunft geht.

Demokratie beginnt nicht in Sitzungssälen oder Wahllokalen – sie beginnt in unserem täglichen Leben.

Und deshalb ist es unsere Aufgabe, nicht nur in Wahlkämpfen präsent zu sein, sondern immer ansprechbar zu bleiben.

Denn das ist der Unterschied zwischen einer Demokratie, die nur auf dem Papier existiert, und einer Demokratie, die wirklich gelebt wird.

 


 

Aber Otto Wels würde uns heute auch eine weitere wichtige Lektion geben: Die Erneuerung der Demokratie ist ein fortlaufender Prozess. Auch die politische Landschaft muss sich immer wieder verändern, damit sie lebendig bleibt und alle Stimmen Gehör finden.

In einer Demokratie dürfen wir uns nicht darauf ausruhen, dass ein System funktioniert – wir müssen es weiterentwickeln, an die Bedürfnisse der Gegenwart anpassen und sicherstellen, dass die verschiedenen Gruppen unserer Gesellschaft auch wirklich vertreten sind. Junge Menschen, Frauen, Seniorinnen und Senioren – sie alle müssen nicht nur auf dem Papier, sondern auch in den politischen Gremien und Entscheidungsprozessen eine ganz konkrete Stimme haben.

Otto Wels hätte sicherlich heute betont, wie wichtig es ist, den Staffelstab an die jüngeren Generationen weiterzugeben. Denn Demokratie ist nichts Statisches, sie lebt von Veränderung und Erneuerung. Wenn wir wollen, dass unsere Gesellschaft auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist, dann müssen wir sicherstellen, dass auch die Generationen von morgen Verantwortung übernehmen können. Sie müssen die Möglichkeit haben, sich politisch zu engagieren, ihre Ideen und ihre Visionen einzubringen.

Aber auch die Vielfalt der Gesellschaft muss sich in den politischen Räten widerspiegeln. Unsere Parlamente und Gremien können keine Orte sein, die nur von einer bestimmten Altersgruppe, einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht oder einem bestimmten Geschlecht dominiert werden. Vielfalt ist die Grundlage von Innovation und Gerechtigkeit – und Demokratie braucht diese Vielfalt, um gerecht und zukunftsfähig zu bleiben.

Otto Wels hat es verstanden, wie entscheidend es ist, die Perspektiven aller Menschen zu hören. Er würde heute für eine Politik eintreten, die für die nächste Generation offen ist, eine Politik, die die Vielfalt unserer Gesellschaft abbildet und aktiv dazu beiträgt, dass jede und jeder eine Stimme bekommt.

 


 

Wenn wir heute Otto Wels ehren, dann nicht nur als historischen Zeugen einer dunklen Zeit.

Wir ehren ihn als Mahner und als Vorbild.

Sein Mut erinnert uns daran, dass jede und jeder Einzelne Verantwortung trägt – für unsere Stadt, für unser Land, für unsere Demokratie.

Wir sollten uns alle eine Frage stellen:

Was tun wir – jede und jeder Einzelne – damit Demokratie nicht nur ein Wort bleibt, sondern eine gelebte Realität?

Wir brauchen diesen Mut, diesen Zusammenhalt – heute mehr denn je.

Denn Demokratie stirbt nicht über Nacht. Sie stirbt in dem Moment, in dem wir aufhören, sie zu verteidigen.

Deshalb, liebe Freundinnen und Freunde, lasst uns dieses Erbe bewahren.

Nicht nur an Gedenktagen.

Nicht nur im Parlament.

Nicht nur zur Wahl.

Sondern jeden Tag. Überall. Gemeinsam.

 

Jusos und SPD Stadtmitte gedenken der berühmten Rede von Otto Wels gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz. Redner*innen waren Susanne Brüsch, Jamie Haffke und Flavio Benites

Auf dem Otto-Wels-Platz erinnerten die Jusos Wolfsburg und der SPD-Ortsverein Stadtmitte an die Rede von Otto Wels gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis vor 91 Jahren. Die Gedenkveranstaltung begann mit dem Abspielen eines Teils des Tondokuments der Rede von Otto Wels. Durch die Zustimmung aller Fraktionen mit Ausnahme der SPD trat das Parlament am 23.3.1933 seine ureigenen Rechte als Gesetzgeber ab und übertrug sie dem NS-Regime. Für den Otto-Wels-Platz mit seiner Skulptur „Mut“ und der Tafel, die an Otto-Wels erinnert, hat die SPD-Stadtmitte seit 2011 die Schirmherrschaft übernommen. „Der Otto-Wels-Platz symbolisiert für mich den Kampf für Demokratie und für Freiheit“, führte Nick-Paul Rosano, Co-Vorsitzender der Wolfsburger Jusos in seiner Einleitung aus.

Als gleich zu Beginn der Veranstaltung der Regen einsetzte, sagte Steffen Kirsch, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stadtmitte: „Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten lassen uns nicht von ein paar Regentropfen davon abhalten, für die Demokratie zu streiten und an Otto Wels zu erinnern.“ Erste Rednerin war Susanne Brüsch, Vorsitzende der SPD Wolfsburg. Sie würdigte den großen Mut von Otto Wels und schlug auch einen Bogen in die Gegenwart. „Das Vermächtnis von Otto Wels ist eindeutig! Wenn wir unsere Demokratie nicht verteidigen, sind Freiheit und Frieden wenig wert! All unsere Freiheiten und Rechte wurden hart erkämpft und müssen geschützt werden! Jede*r von uns sollte sich aktiv einbringen und Vorbild sein. Die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter den demokratischen Werten. Wir sind aufgefordert, Haltung zu zeigen und zusammen aufzustehen!“ Jamie Haffke von den Wolfsburger Jusos zitierte den in die Geschichte eingegangenen Satz von Otto Wels, den er direkt an Hitler richtete: „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“ Weiter sagte sie: „Wir müssen das Andenken an Otto Wels ehren und unsere Demokratie schützen.“ Haffke führte aus, dass auch aktuelle Desinformationskampagnen eine Bedrohung für die Freiheit seien.

Flavio Benites, der Erste Bevollmächtigten der IG Metall Wolfsburg, beleuchtete das Thema in einer bewegenden Rede aus mehreren Perspektiven. Die große Tapferkeit von Otto Wels und der Mitglieder der SPD-Fraktion, die unter Lebensgefahr gegen das Ermächtigungsgesetz stimmten, nahm er als Ausgangspunkt für seine Rede. Und schilderte sein Aufwachsen in der Militärdiktatur in seinem Heimatland Brasilien. Als er selbst gegen die Diktatur demonstrierte, war seine Mutter zwar besorgt, gab ihm aber mit auf den Weg: „Sei so mutig wie möglich.“ Er sagte weiter unter großem Beifall: „Der Mut muss umso größer sein, wenn die Faschisten in der Mehrheit sind. Das müssen wir mit aller Macht verhindern.“ Die Demokratien in Europa seien einer Dauerbedrohung ausgesetzt. Alle Demokraten seien jeden Tag aufgefordert, für die Demokratie zu kämpfen und die Stimme gegen Rassismus zu erheben. „Wir werden uns weiter gegen alte und neue Nazis zur Wehr setzen, die Demokratie gestalten und uns den Mut und die Tapferkeit von Otto Wels und den 94 SPD-Reichstagsabgeordneten zum Vorbild nehmen“, schloss Steffen Kirsch die Veranstaltung, an der 50 Teilnehmer*innen teilnahmen.

Ortsrat Stadtmitte neu konstituiert – Erich Schubert einstimmig neuer Ortsbürgermeister Stadtmitte

Am 09. November 2021 konstituierte sich der Ortsrat Wolfsburg Stadtmitte nach der Kommunalwahl neu. Die SPD entsendet Ramona Clay-Fink, Iris Schubert, Walter Fink, Marcus Musiol und Erich Schubert in den Ortsrat Stadtmitte. Weiterlesen

Nachbarschaftsgepräch am Samstag, den 24. Juli 2021, um 14:00 Uhr im Biergarten des Hallenbades

Falko Mohrs MdB und der Ortsverein Wolfsburg Stadtmitte laden herzlich zum  Nachbarschaftsgepräch am Samstag, den 24. Juli 2021, um 14:00 Uhr in den Biergarten des Hallenbades ein.
Unser Bundestagsabgeordneter Falko Mohrs,
die Oberbürgermeisterkandidatin Iris Bothe,
die Kandidaten für den Stadtrat Wahlbereich 2 Stadtmitte, Iris Schubert, Marcus Musiol,
die Kandidaten für den Ortsrat Stadtmitte Erich Schubert, Ramona Clay-Fink und Walter Fink,
werden in lockerer Atmosphäre auf ihre Fragen und Anregungen eingehen.

SPD-Stadtmitte: Guter Mix für den Ortsrat

Von Links nach Rechts: Ramona Clay-Fink, Walter Fink, Marco Affabile, Iris Schubert, Marcus Musiol, Erich Schubert

Mit Erich Schubert tritt ein erfahrener Kommunalpolitiker zur Wahl des Ortsbürgermeisters Stadtmitte an, der schon seit vielen Jahren für die Sozialdemokraten aktiv ist – und sich in der Wolfsburger Stadtmitte bestens auskennt.

Mit Ramona Clay-Fink, Iris Schubert und Juliane Saskia Bettin treten drei engagierte Frauen auf der SPD-Liste an. Sie wollen im Ortsrat neue und alternative Ideen einbringen wie zum Beispiel eine variablere innenstädtische Verkehrsplanung, eine gezielte Stärkung der Kultur sowie neue Gedanken für VW-Bad und Schillerteich.

Mit Jurist und Kreisvorsitzender der AWO Marcus Musiol, Walter Fink als ehemaligem Leiter der VW-Besucher-dienste, mit Gesundheitsfachmann Marcel Bergmann sowie LSW-Betriebsrat Marco Affabile stehen weitere kompetente Kandidaten für alle Wählerinnen und Wähler zur Verfügung.

Der Slogan „Näher dran“ ist für die Kandidat*innen der SPD-Liste gleichzeitig Verpflichtung und Ansporn beim Einsatz für alle Wolfsburger*innen der Stadtmitte.

Marktplatztalk mit Iris Bothe am Rathaus Markt

Heute Mittag, war Iris Bothe auf dem Marktplatz in der Stadtmitte. Totz Regenist sie mit vielen Marktbesucher*innen ins Gespräch gekommen und konnte auch Anregungen für ihre weitere Arbeit mitnehmen.
Vielen Dank an das Team des SPD Ortsverein Wolfsburg Stadtmitte , Iris Schubert, Detlef Conradt, Marisol Olivier und Erich Schubert für die tatkräftige Unterstützung vor Ort. ☺️

SPD wählt Kandidaten für die Wahl des Rates der Stadt Wolfsburg

Die SPD Wolfsburg hat heute offiziell die SPD-KandidatInnen für die Wahlen zum Stadtrat Wolfsburg gewählt. Wir freuen uns auf den kommenden gemeinsamen Wahlkampf für Wolfsburg. Im Bild die KandidatInnen für den Wahlbereich 2, Wolfsburg Stadtmitte und Nordstadt.
Im Bild in der Reihenfolge der Wahlliste, Immacolata Glosemeyer, Iris Schubert, Marcus Musiol, Antonio Zanfino und Maria Concetta Ruggeri.

SPD-Stadtmitte mit neuem Vorstand und Vorbereitungen zur Kommunalwahl

SPD-Stadtmitte mit neuem Vorstand und Vorbereitungen zur Kommunalwahl

Am 31. März wählte der SPD-Ortsverein Stadtmitte turnusmäßig seine neue Vorstandsmannschaft. Nach negativen Covid-19-Tests, mit Masken und entsprechenden Abstandsregeln trafen sich die Sozialdemokraten in der ehemaligen Kassenhalle im Rathaus.

Zum neuen Ortsvereinsvorsitzender wurde Erich Schubert gewählt. Zu seinen Stellvertreter bestimmten die Mitglieder Ramona Clay-Fink und Marcus Musiol. Kassiererin bleibt wie bisher Iris Schubert. Ebenso wie Schriftführer Steffen Kirsch.
Als Beisitzer fungieren nun Detlef Conradt, Walter Fink, Semi Gritli, Daniel Gruß, Marisol Olivier und Maximilian Woltering.

Darüber hinaus wählten die SPD-Mitglieder ihre Delegierten für die Aufstellungsversammlung zur Aufstellung der Kandidatenlisten für die Wahl zum Rat der Stadt Wolfsburg und für die Aufstellung der Kandidatin zur Oberbürgermeisterwahl sowie die SPD-Kandidatenliste für die Wahl zum Ortsrat Stadtmitte im September 2021.

Gedenktag zur Rede von Otto Wels im Reichstag am 23.03.1933

„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“
Mit diesen Worten begründete Otto Wels am 23. März 1933 das „Nein“ der Sozialdemokraten zum Ermächtigungsgesetz, das einen Tag später verabschiedet werden sollte. Von den 94 Sozialdemokraten, die geschlossen und als einzige Partei gegen das Ermächtigungsgesetz stimmten, bezahlten 24 mit ihrem Leben. Am 22. Juni 1933 wurde die SPD schließlich durch Reichsinnenminister Wilhelm Frick als „volks- und staatsfeindliche Organisation“ verboten.
In diesem Zusammenhang ist interessant, dass z. B. Theodor Heuss, der erste Bundespräsident der BRD und einige andere spätere Mitglieder des Bundestages, Reichstagsmitglieder waren und dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt haben. Einige waren sogar Mitglied in der NSDAP.
Deshalb ist es der SPD ein echtes Anliegen, den Mut und die Zivilcourage der GenossInnen des Reichstages der Weimarer Republik nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wir sind stolz auf dieses Erbe und auch stolz, dass die Stadt Wolfsburg, diesem mutigen Mann, stellvertretend für alle SPD GenossInnen des Reichstages, einen Platz und einen Gedenkstein gewidmet haben. Wie jedes Jahr so trafen sich auch dieses Jahr, unter der Einhaltung der Hygienevorschriften, wieder einige Genossinnen und Genossen des Ortsverein Wolfsburg Stadtmitte um an dieses  denkwürdige Ereignis zu erinnern.

Gedenkveranstaltung Otto Wels

„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!“ Mit diesen bewegenden Worten schloss der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion im Reichstag, Otto Wels, seine mutige Rede am 23. Mai 1933, mit der er das Ermächtigungsgesetz ablehnte.

Wie jedes Jahr erinnerte der SPD-Ortsverein Wolfsburg Stadtmitte an diesem Tag mit einer Gedenkfeier am Gedenkstein auf dem Otto-Wels-Platz an dieses historische Ereignis, das den Beginn einer zwölfjährigen Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus einläutete.

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Erich Schubert mahnte in seiner Begrüßungsrede, unsere heutige freie Gesellschaft nicht als selbstverständlich anzunehmen. „Besonders in der heutigen Zeit mit einem in vielen Ländern Europas wieder erstarkenden Nationalismus und der um sich greifenden Fremdenfeindlichkeit ist es wichtig an die Folgen rechtsradikalen Gedankenguts zu erinnern. Denn Freiheit und Demokratie kommen nicht von allein, sie müssen täglich erarbeitet werden“ so Erich Schubert.

Die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Elke Zitzke hielt die Gedenkrede. Sie wies darauf hin, dass die Rede von Otto Wels an diesem Tag die letzten freien Worte im Reichstag waren und mahnte: „Gerade angesichts der Vorkommnisse in jüngster Vergangenheit sind wir verpflichtet, den Mut von Otto Wels in Erinnerung zu rufen und allen nationalsozialistischen und rechtsradikalen Umtrieben die Stirn zu bieten.“

Bürgermeister Ingolf Viereck erinnerte in seiner Ansprache an die Geschichte der Stadt: „Wolfsburg ist international und weltoffen. Hier leben und arbeiten Menschen mit über 140 unterschiedlichen Nationalitäten.“ Der Aufbau von Wolfsburg und Volkswagen ist eine gemeinsame Kraftanstrengung von Frauen und Männern unterschiedlicher Herkunft. „Wolfsburg ist diesen Menschen zur Heimat geworden. Wir dürfen es nie wieder zulassen, dass Minderheiten oder bestimmte Personengruppen zu Sündenböcken gestempelt werden“, so Viereck.