Mobilitätsticket für Inhaber der WolfsburgCard

Immacolata Glosemeyer

 

Das vergünstigte Mobilitätsticket für Inhaber der WolfsburgCard soll - nach einem Vorschlag der Verwaltung - zum Juli 2017 erst wieder ab 9.00 Uhr gelten. Auf Antrag sollen Ausnahmen von der Zeitbeschränkung zugelassen werden. Hintergrund ist der massive Anstieg der Nutzerzahlen durch den Wegfall der 9-Uhr-Grenze. Auf Antrag der SPD war die zeitliche Begrenzung im Jahr 2014 aufgehoben worden.

 

„Für diejenigen, die Anspruch auf Erstattung ihrer Fahrtkosten durch den Bund - zum Beispiel für Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit - haben, macht das Sinn“, erklärt Sozialausschussvorsitzende Immacolata Glosemeyer. „Uns als SPD ist es aber wichtig, dass Menschen mit niedrigen Einkommen nicht dafür bestraft werden, dass sie arbeiten. Darum bestehen wir darauf, dass dieser Personenkreis weiter Anspruch auf das verbilligte Monatsticket hat.“ Nur wenn das gewährleistet sei, werde die SPD das Ansinnen der Verwaltung mittragen.

Aufgrund der erheblich gestiegenen Kosten könne die SPD prinzipiell nachvollziehen, dass die Modalitäten für die vergünstigte Monatskarte angepasst werden. Während im Jahr 2010 15.000 Mobilitätstickets mit Kosten von 216.000 Euro für die Stadt Wolfsburg ausgegeben wurden, waren es 2016 schon 37.000 Mobilitätstickets mit Kosten von über 630.000 Euro - Tendenz steigend. „Diese Kosten können kann weder von Stadt noch von der WVG in dieser Höhe finanziert werden“, stellt SPD-Fraktionssprecher Hans-Georg Bachmann fest. „Mit Blick auf die Haushaltslage müssen wir da ein Stück weit gegensteuern.“ Für Nutzer, deren Fahrtkosten von den Maßnahmenträgern wie dem Jobcenter finanziert werde, sei die 9-Uhr-Beschränkung vertretbar. „Wenn die Arbeitsagentur sich von vorneherein an der Finanzierung des Mobilitätstickets beteiligen würde, könnte man die unbürokratische Arbeitsweise beibehalten. Für Geringverdiener ohne Erstattungsanspruch, die vor 9 Uhr mit dem Bus zur Arbeit fahren, muss die jetzige Regelung jedenfalls weiterhin gelten - und zwar ohne große bürokratische Hürden,“ fordert Bachmann.

 

 
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